"Die Mönche unseres Ordens müssen von ihrer Hände Arbeit, von Ackerbau und Viehzucht leben. Daher dürfen sie zum eigenen Gebrauch besitzen: Gewässer, Wälder, Weinberge, Wiesen, Äcker (abseits von Siedlungen der Weltleute), sowie Tiere, ausgenommen solche, die mehr aus Kuriosität und Eitelkeit als des Nutzens wegen gehalten werden, wie Kraniche, Hirsche und dgl."
So beschreiben die Regeln des Zisterzienserordens ihr Prinzip der Eigenwirtschaft, das die wirtschaftliche Unabhängigkeit jedes Klosters garantieren sollte. Die strengen Vorschriften ließen sich jedoch nicht lange befolgen, aus den Überschüssen wurden Gewinne erwirtschaftet, weiterer Grundbesitz erworben und allmählich vollzog sich der Übergang zum grundherrlichen Zins- und Rentensystem.
In der engeren und weiteren Umgebung von Kloster Bebenhausen finden sich auch heute noch alle Merkmale des ehemaligen Wirtschaftens und der dafür urbar gemachten Natur: