Einmaliges Ensemble in idyllischer Lage

Kloster und Schloss Bebenhausen

Ort der Zisterzienser und Könige

Das Kloster und

das Schloss

Idyllisch im Schönbuch gelegen, hat sich die mittelalterliche Klosteranlage von Bebenhausen fast vollständig erhalten. Im 18. und im 19. Jahrhundert bauten die württembergischen Herrscher einen Teil des Klosters zum Jagdschloss aus. Hier lebte nach dem Ende der Monarchie das letzte Königspaar.

Besucher im Kloster Bebenhausen; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Niels Schubert

Bebenhausen wird erstmals 1187 urkundlich erwähnt.

Klostergründer mit Tradition

Erstmals wird Bebenhausen in einer Urkunde des Jahres 1187 genannt. Pfalzgraf Rudolf I. von Tübingen hatte das Kloster wenige Jahre zuvor gestiftet. Auch die Klöster in Blaubeuren und Obermarchtal waren Stiftungen seiner Familie. Der Klostergründer siedelte in Bebenhausen zunächst Prämonstratensermönche an und stattete die Abtei mit umfangreichem Landbesitz aus. Pfalzgraf Rudolf und seine Gemahlin Mechthild wurden im Kapitelsaal des Klosters bestattet.

Zisterzienser im Kreuzgang von Kloster Bebenhausen; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Ortsverwaltung Bebenhausen

Zisterzienser kommen nach Bebenhausen.

Neuer Orden und neuer Glaube

Bald nach der Gründung übernahm der Zisterzienserorden Bebenhausen. Schenkungen und Erwerbungen machten das neue Kloster reich. Bis zu 80 Mönche und 130 Laienbrüder lebten zeitweise hier. Im 16. Jahrhundert, nach der Einführung der Reformation, wurde Bebenhausen zur evangelischen Klosterschule. Während des Dreißigjährigen Krieges übernahmen nochmals Mönche das Kloster, aber schon 1648 endete die Zeit der Zisterzienser endgültig. Die evangelische Klosterschule bestand fort bis ins 19. Jahrhundert.

Jagdtrophäe in Schloss Bebenhausen; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Ortsverwaltung Bebenhausen

Das Kloster wird zum Jagdschloss.

Weidmannsheil

Die Wälder des Schönbuchs waren ein bevorzugtes Jagdgebiet der Herren des Klosters. Ab 1342 waren dies die Grafen von Württemberg. Während der Jagden wohnten sie oft im Kloster. Friedrich I., der erste König von Württemberg, hielt in Bebenhausen prunkvolle Hofjagden ab. Er ließ Nebengebäude des Klosters zum Jagdschloss umbauen. Alle späteren Könige modernisierten die Räume, die sie in Bebenhausen bewohnten – bis zum letzten Herrscher von Württemberg, Wilhelm II., der nach seiner Abdankung hier lebte.

Die Herrscher veranstalten prunkvolle Hofjagden.

Parlamentarier im Plenarsaal des Winterrefektoriums von Kloster Bebenhausen; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Stephan Kohls

1946 wird das Kloster zum Landtag.

Parlamentarier im Kloster

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges war Bebenhausen für einige Jahre der Tagungsort der Landesversammlung von Württemberg-Hohenzollern. Der Sitz der Militärregierung der französischen Besatzungszone war im nahen Tübingen. Die Aufgabe der Landesversammlung war es, 1946-1947 eine Verfassung für das Gebiet zu erarbeiten. Bis 1952 trat im Winterrefektorium der Landtag von Württemberg-Hohenzollern zusammen. Auch aus dieser Zeit sieht man heute noch viele Spuren im Kloster.

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