Kreuzgang von Kloster und Schloss Bebenhausen

Baukunst der Zisterzienser

Die Klosteranlage

Die ehemalige Zisterzienserabtei Bebenhausen gehört zu den eindrucksvollsten mittelalterlichen Klosteranlagen im südwestdeutschen Raum. Ihr einstiger Wohlstand zeigt sich unter anderem in berühmten Bauten wie dem Sommerrefektorium, dem Vierungsturm und dem Kreuzgang.

Luftaufnahme der Klosteranlage Bebenhausen

Mächtige Mauern umgeben die Anlage.

Geschützter Klosterkomplex

Eine mächtige Mauer aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts schützt den engeren Klosterbereich und grenzt ihn vom Wirtschaftshof ab. Diese Mauer und die herausgehobene Lage auf einem Geländesporn, dazu ein Wehrgang, zwei Türme und ein Zwinger vor dem Kapff‘schen Bau geben dem Kloster das Aussehen einer Burg. Dazu trägt auch der Hauptzugang zur Abtei bei: Der Weg ins Kloster führt durch den wehrhaften Tor- oder Schreibturm aus dem 15. Jahrhunderts im Südwesten der Anlage.

Innenansicht Kreuzgang in Kloster und Schloss Bebenhausen

Ein Kloster voll beeindruckender Architektur.

Kirche und Kreuzgang

Die höchste Stelle des Geländes nimmt die Klosterkirche ein. Sie ist der Ordenspatronin Maria geweiht. Berühmt ist ihr eleganter, recht großer Vierungsturm. Anfang des 15. Jahrhunderts schuf ihn ein zisterziensischer Baumeister aus Salem. Zisterzienserkirchen durften nach den Ordensregeln keinen Turm haben; umso mehr legten die Mönche ihren Ehrgeiz in diese Dachreiter. An die Südseite der Kirche schließt sich die Klausur mit dem gotischen Kreuzgang und seinen eindrucksvollen Stern- und Netzgewölben an. 

Bruderhalle in Kloster und Schloss Bebenhausen

Die Bruderhalle liegt neben dem Parlatorium.

Versammlungsräume rings um den Kreuzgang

Der Kreuzgang erschließt die Klausur, den Bereich, in dem nur Mönche lebten. Im Ostflügel liegt der Kapitelsaal. Hier trafen sich die Mönche täglich zu Lesungen aus der Ordensregel. Im Parlatorium waren Gespräche erlaubt – und nur hier! Das Dormitorium, der Schlafsaal der Mönche, liegt im Stockwerk über diesen Sälen. Auf der Südseite befindet sich der Sommerspeisesaal, das Refektorium. Zum Kreuzgarten hin öffnet sich das Brunnenhaus. Die Westseite nehmen der Winterspeisesaal und das Laienrefektorium ein. 

Ausserhalb der Mönchsklausur

Ein Durchgang zwischen Bruderhalle und Parlatorium führt zu weiteren Klostergebäuden. Wichtig waren das einstige Gästehaus der Abtei und ebenso das Krankenhaus, die Infirmerie. Im Süden liegt die ehemalige Abtsküche. Dieser Bereich wurde im 19. Jahrhundert zum Schloss umgebaut. Nördlich davon liegt die große Bandscheuer, der Kornspeicher des Klosters. Das Abtshaus, wegen der offiziellen Aufgaben des Abtes außerhalb der Klausur gelegen, war früher durch eine Brücke mit dem Schlafsaal verbunden. 

Außenansicht des heutigen Klosters und Schlosses Bebenhausen
Außenansicht des ehemaligen Abtshauses in Kloster und Schloss Bebenhausen

Ein Teil des Klosters wurde zum Schloss umgebaut.

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