Einmaliges Ensemble in idyllischer Lage

Kloster und Schloss Bebenhausen

Erinnerung an ein bedeutendes Ereignis

„Der letzte Pfalzgraf“

Ludwig Uhland (1787–1862), der württembergische Dichter, Rechtsanwalt, Professor und Abgeordnete der Frankfurter Nationalversammlung, gehört, neben Eduard Mörike, zu den wichtigsten Vertretern der schwäbischen Romantik. Er setzte Bebenhausen ein literarisches Denkmal.

Ludwig Uhland mit Justinus Kerner und Gustav Schwab, Lithografie von Breitschwert um 1850; Foto: Landesmedienzentrum Baden-Württemberg, Dieter Jaeger

Uhland berichtet vom Verkauf des Klosters.

Der historische Hintergrund

Der Tübinger Ludwig Uhland war oft in Bebenhausen. 1847 erschien sein Gedicht „Der letzte Pfalzgraf“. Uhland erzählt, wie zusammen mit der Stadt Tübingen auch das Kloster Bebenhausen im Jahr 1342 an die Grafen von Württemberg verkauft wurde. Nur das Jagdrecht im Schönbuch und die kostspielige Unterbringung und Verpflegung der Jagdfalken und -hunde im Kloster von Bebenhausen ließ sich der Tübinger Pfalzgraf Gottfried II. („Götz“) dabei zusichern.

Ludwig Uhland (1787-1862) als Abgeordneter, Lithografie des Schriftstellers um 1850; Foto: Landesmedienzentrum Baden-Württemberg, Dieter Jaeger

Uhland reimt über die Landesgeschichte.

Landesgeschichte in Versform

So heißt es in den ersten Strophen von Uhlands Gedicht:

 

„Ich Pfalzgraf Götz von Tübingen
Verkaufe Burg und Stadt
Mit Leuten, Gülten, Feld und Wald,
Der Schulden bin ich satt.

 

Zwei Rechte nur verkauf ich nicht,
Zwei Rechte, gut und alt:
Im Kloster eins, mit schmuckem Turm,
Und eins im grünen Wald.

 

Am Kloster schenkten wir uns arm
Und bauten uns zugrund,
Dafür der Abt mir füttern muß
Den Habicht und den Hund.“

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