Ensemble unique dans un cadre idyllique

Monastère et Château de Bebenhausen

Dormitorium im Kloster Bebenhausen; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Arnim Weischer
für Mönche, Schüler und Abgeordnete

Das Dormitorium

Über das gesamte Obergeschoss des Ost- und des Westflügels der Klausur erstreckten sich die Schlafsäle. Während das Laiendormitorium schon zu Zeiten der evangelischen Klosterschule stark umgebaut wurde, blieb das der Herrenmönche nahezu original erhalten.

Klosteranlage Kloster und Schloss Bebenhausen aus der Luft; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Achim Mende

Ein musterhafter Klosterbau.

In guter Tradition

In Bebenhausen folgt der Aufbau exakt dem vorgeschriebenen Muster für die Anlage eines Zisterzienserklosters. Auf der Ostseite der Klausur hatte der Schlafsaal der Herrenmönche zu liegen, im gegenüberliegenden Westtrakt der für die Laienmönche. Mit der Anordnung der Dormitorien im Obergeschoss der beiden Klausurflügel folgt der Bauplan von Kloster Bebenhausen streng der Tradition, die in den Regeln der Zisterzienser begründet war.

Bodenfliesen im Dormitorium von Kloster und Schloss Bebenhausen; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Arnim Weischer

Verzierte Bodenfliesen aus der Klosterziegelei.

Grosser Gemeinschaftssaal

Das Dormitorium war anfangs ein großer durchgehender Saal, der das ganze Stockwerk über dem Kapitelsaal, dem Parlatorium und der Bruderhalle einnahm. Bis 1216 oder 1217 war der Schlafsaal fertig gestellt: Nach oben schloss eine hölzerne Tonnendecke den Raum ab. Den Fußboden schmückten reich ornamentierte Bodenfliesen aus der Klosterziegelei. Im 14. Jahrhundert, in der Amtszeit von Abt Konrad von Lustnau, erhielt die Südwand ein großes gotisches Maßwerkfenster.

Zelle im Dormitorium von Kloster Bebenhausen; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Ortsverwaltung Bebenhausen

Die Einzelzelle entsprach dem Wunsch nach mehr Privatsphäre.

Kulturgeschichtlich bedeutsam

Dessen Nachfolger Abt Johann von Fridingen folgte dem Wunsch der Mönche nach mehr Privatsphäre und ließ das Dormitorium umbauen. Dabei wurden die flache Holzdecke eingezogen und einzelne Mönchszellen in Fachwerkbauweise errichtet. Sie präsentieren sich heute im Zustand des 17. und 18. Jahrhunderts, als hier die Klosterschüler untergebracht waren. Die weißgekalkten Wandfelder zieren Inschriftenbänder und Blumenmalereien von 1523; sie wurden am Anfang des 20. Jahrhunderts etwas ausgebessert und ergänzt.

Bibliothek im Dormitorium von Kloster und Schloss Bebenhausen; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Ortsverwaltung Bebenhausen

Nicht nur Mönche übernachteten in den Zellen.

Spätere Bewohner

Später wurde ein Teil des Klosters zum Jagdschloss der württembergischen Herzöge und Könige umgenutzt und einige der Mönchszellen im ehemaligen Dormitorium dienten dazu, die Gäste der Jagdgesellschaft unterzubringen. Für diese „Cavalierszimmer“ wurden die Räume vergrößert, indem man Zwischenwände herausbrach. Nach dem Zweiten Weltkrieg übernachteten die Abgeordneten des Landtages Württemberg-Hohenzollern in den Kammern, da sich die Sitzungen oft bis spät in die Nacht hinzogen. Aus dieser Zeit stammen die Waschbecken bzw. Badezimmer!

Dormitorium von Kloster und Schloss Bebenhausen; Foto: Landesmedienzentrum Baden-Württemberg, Fotoarchiv Hein

Für die Jagdgesellschaft wurden einige Mönchszellen vergrößert.

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