Ensemble unique dans un cadre idyllique

Monastère et Château de Bebenhausen

König Wilhelm II. von Württemberg, Fotografie um 1910; Foto: Landesmedienzentrum Baden-Württemberg, Fotoarchiv Hein
Ein volksnaher König

Wilhelm II.

von Württemberg

Intelligenz und Bildung, Pflichtbewusstsein und Bescheidenheit, obendrein freundliche Nähe zu seinen Untertanen: König Wilhelm II. (1848–1921) war ein moderner Herrscher, interessiert an den Entwicklungen seiner Zeit. Er selbst sah sich als Bürger unter Bürgern.

König Wilhelm II. in einer Kutsche in Bebenhausen; Scan: Landesmedienzentrum Baden-Württemberg, Urheber unbekannt

Der König schenkte allen Menschen Aufmerksamkeit.

Warum war der König beim Volk so beliebt?

Bereits als Kind hatte ihm sein Lehrer beigebracht, dass alle Menschen Achtung verdienten, ohne Ansehen von Stand und Herkunft. Daran hielt sich Wilhelm II. auch als König. Immer wieder geschah es, dass er sich bei seinen Spaziergängen mit Passanten unterhielt, ohne dass sie ihn erkannten. Wenn sich Bedürftige mit ihren Problemen an ihn wandten, versuchte er zu helfen. In der württembergischen Bevölkerung nannte man den König „e gueter Ma“ (ein guter Mann).

König Wilhelm II. von Württemberg mit Hund im Schloss Bebenhausen, Fotografie um 1910; Foto: Landesmedienzentrum Baden-Württemberg, Robert Bothner

Der König liebte seine beiden Hunde.

Womit vertrieb sich der Monarch die Zeit?

Egal, wo sich der König aufhielt: Er liebte ausgedehnte Spaziergänge mit seinen zwei Hunden Ali und Rubi. Auf seinem Privatgestüt in Weil in der Nähe von Esslingen widmete er sich der Pferdezucht – und auch dem Rennsport. Darüber hinaus war er ein passionierter Jäger, eine Leidenschaft, die er mit Königin Charlotte teilte. Zwischen 1886 und 1921 erlegte der Monarch allein in Bebenhausen insgesamt 244 Hirsche. Die vielen Jagdtrophäen prägen bis heute das Innere des Schlosses.

König Wilhelm II. von Württemberg auf der Jagd in Bebenhausen, Fotografie um 1910; Foto: Landesmedienzentrum Baden-Württemberg, Otto Feucht

Er war ein passionierter Jäger.

Wofür interessierte sich Wilhelm II. sonst noch?

Wie für die Jagd, hegten beide Majestäten großes gemeinschaftliches Interesse für das Schauspiel und die Oper. Wilhelm war selbst musisch veranlagt und liebte es, gemeinsam mit Charlotte zu musizieren: Seine zweite Ehefrau spielte vorzüglich Klavier – und der König sang dazu.

Bronzeplastik König Wilhelms II. mit Hund vor dem Wilhelmspalais in Stuttgart; Foto: Landesmedienzentrum Baden-Württemberg, Urheber unbekannt

Kein Anhänger der vornehmen Küche.

Was waren die Lieblingsspeisen des Königs?

Auch wenn es oft große Abendessen mit vielen bedeutenden Gästen gab, war Wilhelm II. kein besonderer Anhänger der feinen und vornehmen Küche. Er liebte eher herzhaftes und deftiges Essen. Besonders gerne aß der König Liptauer Käse, eine Art würzigen Käse-Brotaufstrich. Ein weiteres königliches Leibgericht war Rote Wurst mit Kartoffelsalat.

Grab von König Wilhelm II. in Ludwigsburg, 1927; Foto: Landesmedienzentrum Baden-Württemberg, Hans Schwenkel

Das Grab des 1921 verstorbenen Königs in Ludwigsburg.

Welches Ereignis veränderte das Leben Wilhelms II.?

Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges brach das Deutsche Reich und mit ihm die Monarchie zusammen. Am 9. November 1918 stürmten Revolutionäre das Wilhelmspalais, den Stuttgarter Wohnsitz des Königs, und hissten die rote Fahne. Das Königspaar musste die Stadt verlassen und floh nach Bebenhausen. Wenige Tage später dankte der württembergische König ab. Von seiner Residenzstadt Stuttgart war er zutiefst enttäuscht, so dass er nie mehr dorthin zurückkehren wollte und sich sogar in Ludwigsburg begraben ließ.